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Autofreier leben (auf dem Land) – so klappt der Start

Es hat einfach „Klick gemacht“ – ich will autofreier* leben

Auf einmal hat es „Klick gemacht“ und mir war klar, dass ich mein Auto verkaufen möchte. Dieses Ereignis passierte, als der TüV anstand und ich über hundert Euro dafür zahlen sollte. Hundert Euro für ein Auto, dass ich aktuell kaum nutze. Mir wurde bewusst, dass Versicherung und Steuern noch viel mehr kosten. Das alles für ein Auto, das ich eigentlich nicht brauche. Kurzerhand besprach ich mit Danny, dass ich mein Auto verkaufen will und er stimmte sofort zu. Noch in der gleichen Woche wurde mein Auto zum Verkauf angeboten. Falls auch du autofreier leben möchtest, findest du hier einige Tipps, die mir in den ersten Wochen sehr geholfen haben!

Autofreier leben – Tipps für den Start

Der Gedanke ist da: du willst autofreier leben. Doch du fragst dich, wie du den Schritt in ein nachhaltigeres, gesünderes Leben (fast) ohne Auto schaffst? Dann habe ich jetzt ein paar Tipps für dich!

  1. Mach dir deine Beweggründe klar! Mach dir bewusst, warum der Wunsch autofreier zu leben jetzt aufgetaucht ist. Was hat sich verändert? Ist es deine innere Haltung zum nachhaltigen Lebensstil oder der ständig leere Geldbeutel?
  2. Suche dir Vorbilder und Inspiration! Kennst du vielleicht jemanden in deinem Umfeld der autofrei lebt und mit dem du dich über deine Gedanken austauschen kannst? Ist da jemand, der dir Tipps geben kann? Oder hast du vielleicht ganz bewusst ein Vorbild im Kopf – aus der Familie, über die sozialen Medien, aus Büchern…? Orientiere dich an ihnen und ihren Erfahrungen und versuche dies auf dein eigenes Leben und deine eigenen Umstände umzumünzen.
  3. Frag dich ganz bewusst, wann ein Auto für dich unverzichtbar ist! In meinen Augen gibt es Lebensumstände, die erfordern schlichtweg ein Auto. Bei uns ist es die Situation der Patchworkfamily, der Beruf von Danny sowie gesundheitliche Umstände, die manchen Krankenhausaufenthalt erfordern. Diese Situationen können wir nicht ohne Auto meistern. Gibt es solche Situationen auch in deinem Leben? Benötigst du dafür tatsächlich ein eigenes Auto oder kannst du dann kurzfristig eins leihen oder mieten?
  4. Erstelle einen Wochenplan mit deinen fixen Terminen! Als es ernst wurde habe ich mir einen Wochenplan mit meinen fixen Terminen erstellt. Darauf habe ich alles vermerkt, was ich bislang ganz selbstverständlich mit dem Auto bewältigt habe. So entstand etwas ähnliches wie ein Stundenplan, den du noch aus der Schule kennst. Montag „Kindertreff“, Mittwoch „Kinderturnen“ und am Donnerstag der Wochenmarkt. Am Freitag holen wir 14-tägig den Großen aus der Schule ab, der Einkauf muss erledigt werden… Es stellte sich heraus, dass die meisten Strecken unter 6km lang sind – eine Entfernung, die durchaus mit dem Rad zu bewältigen ist. Für alle anderen Fahrten nutzten wir zu einem Großteil eh das Auto von Danny. Ein leben ohne eigenes Auto wurde als „Work at home“-Mom immer greifbarer.
  5. Setz dich mit deiner Infrastruktur auseinander! Ich war jahrelang in dem Glauben, dass hier auf dem Land eigentlich nie ein Bus fährt. Jetzt habe ich mir den Busplan ganz bewusst angesehen und gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist, wie meine Vorurteile sind. Der Bus stellt in den Wintermonaten also durchaus eine Alternative zum Auto dar – zumindest, um bis zum Wochenmarkt zu gelangen.
  6. Spare nicht am falschen Ende! Klar, ein Leben ohne Auto soll in vielen Fällen auch günstiger sein. Schließlich ist da so viel Möglichkeit Geld einzusparen: Versicherung, Steuer, TüV, Benzin… Da kommt schnell eine gewisse Summe zusammen. Geld, das bislang ganz selbstverständlich gezahlt wurde – aber nie im Zusammenhang mit dem Rad. Da erscheint eine hochwertige Regenhose schnell als überteuert. Doch es zahlt sich aus nicht am falschen Ende zu sparen, sondern in hochwertiges Equipment zu investieren. Dazu gehören abgesehen vom hochwertigen Rad eine Regenhose, sowie Regenjacke und Fahrradtaschen, die zu deinen Bedürfnissen passen.

Jetzt bist du gefragt!

Lebst du schon autofreier oder möchtest diesen neuen Lifestyle demnächst umsetzen? Oder bist du vom Auto abhängig und möchtest es gar nicht missen? Uns würde deine Meinung interessieren! Hinterlasse einfach einen Kommentar!

Extratipp: Du bist jetzt mit dem Fahrradfieber infiziert und möchtest einen persönlicheren Beitrag von mir lesen? Dann klick hier!

* In diesem Text verwende ich bewusst das Wort autofreier, nicht autofrei. Da wir berufsbedingt immer ein Auto haben werden, wir zudem eine Patchworkfamily aus vier Generationen sind, werden wir auch in Zukunft nicht zu 100% autofrei leben. Doch ist unser Ziel die alltäglichen Kurzstrecken zum Einkauf, Wochenmarkt, Turnverein etc. mit dem Rad oder zu Fuß zu erledigen – für die Umwelt meiner Kinder, meiner Gesundheit und unseren Geldbeutel.

One Reply to “Autofreier leben (auf dem Land) – so klappt der Start”

  1. Irre, dass du den Schritt einfach so gemacht hast. Für mich ist sowas undenkbar – wegen dem Weg an die Arbeit. Die Abreise via Öffis Dauer drei bis vier Mal so lange.
    Aber davon ab, benutze ich das Auto eher weniger. Zu Fuß einkaufen, zu Fuß zum Sport… Nur zu Mama fahre Ich inzwischen fast jedes Wochenende, weil ich immer viel Zeug dabei hab oder von da zum Nebenjob fahre.

    Liebe Grüße

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