Das Buch „Bin im Garten“ von Meike Winnemuth erhielt ich dankenswerterweise als Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine persönliche Meinung nicht. 

Persönliche Gedanken, Einblicke, Rückblicke und ein paar Gartentipps

Zugegeben, an den ersten Büchern der Autorin Meike Winnemuth bin ich bislang achtlos vorbei gegangen. Auch ihr gewisser Bekanntheitsgrad als Gewinnerin einer halben Million bei der TV-Sendung „Wer wird Millionär“ wurde mir erst bewusst, als ich mit dem Lesen des Buches bereits begonnen hatte. Dies alles ist für mich als Leser ihres persönlichen Gartentagebuchs auch gar nicht wichtig. Um es kurz zu machen: ich bin vom Buch „Bin im Garten“ begeistert. 

Das Buch ist wie ein Tagebuch gestaltet und ebenso strukturiert oder eben unstrukturiert. An manchen Tagen berichtet die Autorin von ihren immensen Bestellungen von Saatgut, an manchen schwärmt sie von anderen (vor allem britischen) Gärtnern. Manchmal erfreut sie sich am Wachstum, manchmal geht etwas schief. 

„Bin im Garten“ ist viel mehr als ein Gartentagebuch

Doch vor allem spiegelt Meike Winnemuth mit ihren persönlichen Ansichten, Gedanken und Handlungen die aktuelle Situation der Gesellschaft. Angesichts der Schlagzeilen zum Klimawandel und der Umweltzerstörung sehnen wir uns zurück zur Natur, wollen verwurzeln und (mehr) Sicherheit. Doch andererseits wollen wir nicht auf Gartenschauen in England oder gar Kreuzfahrten verzichten und verdrängen dabei die negativen Folgen aus unseren Köpfen. Doch schon am nächsten Tag kann sich wieder alles um Upcycling und das Nutzen von natürlichen Ressourcen drehen. 

Der rote Faden fehlt und das ist gut so

Manch ein Leser mag bemängeln, dass dem Buch der rote Faden fehle, kein Ziel ersichtlich sei. Genau dies macht das Buch zu dem was es ist: ein Gartentagebuch, das für alle Menschen interessant ist, nicht nur für Gärtner. Ist ein Garten nicht das Leben der Erde im Kleinformat? Dafür gibt es keinen roten Faden, kein direkt ersichtliches Ziel. Nur das (Er)Leben. 

Meike Winnemuths „Bin im Garten“ ist meines Erachtens ein persönlicher Einblick, eine Art blog oder instagramaccount in Buchformat. Die Autorin verrät, womit sie sich beschäftigt, was in ihr vorgeht und zum Teil auch, was nebenbei, außerhalb ihres Gartens passiert. Was all das mit ihr und mit uns als Gesellschaft machen kann. Darin habe ich mich als Leserin so oft ertappt und mit der Autorin verbunden gefühlt. 250 Zwiebelblumen kaufen? In Gartenkatalogen statt in Modeheftchen blättern? Von Selbstversorgung träumen und immer neue Pläne für den Garten schmieden? Kein Problem, bekomme ich auch hin. Und mein heimlicher Schwarm heißt neuerdings Monty. 

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