Menu

Lebensmittelvorrat – Sinn oder Unsinn?

Mediales Aufsehen im Sommerloch oder steckt mehr dahinter?

Immer mal wieder taucht in den Medien die Nachricht auf, dass wir uns einen Notfallvorrat an Lebensmitteln zulegen sollten. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Medien dieses Thema häufig nutzen, wenn es gerade eher wenig andere Themen gibt. Schließlich kann so ein Radiomoderator „ganz live“ testen, ob er wirklich 14 Tage von seinem Vorrat leben könnte. Darüber können natürlich noch jede Menge Witze gemacht werden, um das Publikum zu unterhalten. Wir wollen doch schließlich alle ein wenig Spaß am frühen Morgen. Doch darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Hier soll es um den reellen Lebensmittelnotvorrat gehen. Dieser würde uns in einer ernsten Notlage, wie Krieg oder einer Naturkatastrophe für 14 Tage über die Runden bringen. Da ist das große Hauptthema natürlich der Wasservorrat. Das benötigen wir natürlich zum Trinken, aber auch für das Zubereiten von Speisen und ggf. für Hygienemaßnahmen. Aber auch von Konservenobst und getrockneten Lebensmitteln ist in Listen für den Lebensmittelvorrat die Rede. Davon hat jeder etwas im Vorratsschrank, oder? Aber reicht der Vorrat und macht das Ganze überhaupt Sinn?

Die Meinungen gehen weit auseinander – du musst deine eigene finden und danach handeln

Durch die #eatupchallenge von Laura Mitulla konnte ich (hauptsächlich auf Instagram) beobachten, dass die Haltungen zum Thema Lebensmittelvorrat sehr weit auseinander gehen. Während manche Menschen scheinbar Lebensmittel horten wie ein Hamster und da völlig den Überblick verloren haben, kaufen andere tagesaktuell ein und haben quasi gar keine Vorräte. Von letzterem raten diverse öffentliche Stellen entschieden ab, wie zum Beispiel das Bundesminesterium für Ernährung und Landwirtschaft. Mir selbst ist ein Lebensmittelvorrat, der meine Familie und mich einige Tage über Wasser halten kann, wichtig. Wie genau diese Haltung zu stande kommt, weiß ich nicht. Aber ich trage sie bereits jahrelang mit mir rum. Denn, obwohl ich noch sehr klein war, habe ich immer wieder das Bild vorbeifahrender Panzer vor Augen. Als Kind konnte ich nämlich nicht verstehen, dass sie „nur“ direkt an unserem Haus vorbei fuhren, um zu üben. Ich weiß noch, wie mir in solchen Momenten schon als Kind klar wurde, dass, wenn bei uns „geübt“ werden muss, die Lage irgendwann ernst werden kann. Wie lange haben wir noch Zeit, bis „irgendwann“ eintrifft?

Wie Lebensmittelvorräte wieder Sinn machen

Vorräte machen nur dann einen Sinn, wenn sie Lebensmittel beinhalten, die in einer konkreten Notlage hilfreich sind. Das bedeutet, dass angesagte Superfoods, mit denen du bereits im Alltag nichts anzufangen weißt, oder die du schlichtweg im Notfall nicht zubereiten kannst, kein hilfreicher Vorrat sind! Genau diese Lebensmittel solltest du jetzt aufbrauchen (s. #eatupchallenge)! Den gewonnenen Platz in deinen Schränken solltest du darauf verwenden, dir einen sinnvollen Vorrat anzulegen. Kaufe Lebensmittel die lange haltbar sind, die du aber auch im Alltag verwendest. Denn nur so kannst du sicherstellen, dass dir nichts verdirbt. Dafür kannst du euer Koch- und Essverhalten zunächst etwas beobachten. Für meine Familie machen zum Beispiel Chiasamen und einzeln verpackte Teebeutel (in rauhen Mengen!) eher wenig Sinn und werden nun nach und nach aufgebraucht. Auch so manche Lebensmittel aus den (vor ein paar Jahren trendigen) Food-Abo-Boxen, werden nun endlich gegessen. Manches steht tatsächlich schon jahrelang im Vorratsschrank und wird permanent hin und her geschoben. So zum Beispiel auch Hühnersuppe, die bereits vor meinem Einzug in dieses Haus gekauft wurde und bereits seit einiger Zeit über dem MHD ist. Ich möchte mich nicht in einer Notlage auf einen Vorrat verlassen müssen, der möglicherweise verdorben ist!

Nicht nur Lebensmittel machen Sinn – ein paar Linktipps

Neben Lebensmittelvorräten macht es selbstverständlich Sinn ein paar Kerzen, Feuerzeuge oder Streichhölzer, sowie einsatzbereite Taschenlampen, Verbandszeug etc. griffbereit zu haben. Manche Menschen bereiten sich sogar mit ganzen Rucksäcken für Notfälle vor. Die Rucksäcke enthalten dann je nach Ausstattung genug Lebensmittel für ein paar Tage, eine Taschenlampe, ein Notzelt und alles andere was du im Notfall brauchst. Häufig sind in diesen Rucksäcken auch Kopien von persönlichen Dokumenten, wie dem Ausweis oder der Gesundheitskarte. Falls du jetzt überhaupt nicht mehr weißt ob und wie du dich auf Notfälle vorbereiten willst, habe ich jetzt ein paar Linktipps.

  • Wie es zu überhaupt heutzutage zu einem Notzustand kommen kann, wird hier erklärt. Außerdem lohnt sich auf der Seite ein Weiterklicken, da noch viel mehr Infos zu finden sind.
  • Wie viele Vorräte du für 14 Tage benötigst, siehst du in  dieser Tabelle. Außerdem kannst du den notwendigen Vorrat für alle im Haushalt lebenden Personen hier berechnen lassen.
  • Tipps zur Pflege deines Lebensmittelvorrats findest du hier.
  • Hier findest du das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
  • Und wer eigentlich die sogenannten „preppers“ sind, wird hier erklärt.

Du bist gefragt!

Wie stehst du ganz persönlich zum Thema „Notfallvorsorge“? Bist du eher der Hamstertyp oder bestitzt du quasi gar keinen Vorrat? Hinterlass uns doch gerne einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.