Die Herstellung von Papier benötigt Ressourcen

Nachhaltigkeit im Bücherregal? Wie soll das denn gehen und ist das überhaupt notwendig? Hast du dir diese Fragen auch schon einmal gestellt? Dann bist du hier genau richtig! Denn ich teile hier Tipps, wie du auch als Leseratte die Umwelt und ganz nebenbei deinen Geldbeutel schonen kannst.

Bücher sind toll, keine Frage. Ich will dir eins der schönsten Hobbys der Welt auch nicht vermiesen. Doch wer wirklich nachhaltig leben will, sollte sich auch über den Papierverbrauch ein paar Gedanken machen. Plastik wird momentan in den Medien (zum Glück!) zwar heiß diskutiert, doch dabei wird oft vergessen, dass auch die Herstellung von Papier und damit von Büchern und Zeitschriften eine Menge Ressourcen benötigt. Wusstest du, dass die Herstellung von einem DIN-A4-Blatt Papier á 80 g/m² rund 10 Liter Wasser benötigt? Ein einziges Blatt aus Holz als Faserrohstoff! (Für die Aufbereitung von Altpapier zu Recyclingpapier werden dagegen nur etwa 20 l Wasser pro kg Papier benötigt.) In diese Berechnungen sind Druck, Bindearbeiten und weitere Schritte aus der Buchherstellung noch nicht eingerechnet. Insgesamt zählt die Papierindustrie zu den fünf energieintensivsten Branchen in Deutschland.

Tipps für Nachhaltigkeit im Bücherregal

  • die Bücherei: Klar, dass dieser Tipp an erster Stelle steht, oder? Du wirst überrascht sein, wie gut viele Büchereien mittlerweile ausgestattet sind. Wir sind in zwei Büchereien angemeldet und nutzen die (sehr unterschiedlichen!) Angebote ausgiebig.
  • die Familie (und Freunde): untereinander Bücher zu tauschen kann eine Menge Freude bereiten. Schließlich ist somit jemand da, mit dem du dich über das Buch austauschen kannst. Oder wie wäre es zum Beispiel mit einer Buchtauschparty? Aber Vorsicht: Spoileralarm!
  • der Flohmarkt: die Schatzsuche auf Flohmärkten macht mir persönlich ganz besondere Freude. Doch habe ich eines gelernt: lieber mal nachfragen oder im Internet nachschauen, ob das ergatterte Buch aus einer Reihe stammt. Damit vermeidest du mögliche Fehlkäufe, falls du lieber Reihen von Beginn an verfolgst.
  • die öffentlichen Bücherschränke: in vielen Städten und Dörfern gibt es öffentliche Bücherschränke. Diese bieten ein anonymes Tauschen, in dem du dort ein Buch hinstellst und dir im Gegenzug ein anderes aussuchst oder leihst. Eine Liste mit öffentlichen Bücherschränken bietet dir Wikipedia.
  • die Tauschbörsen: der Klassiker unter den Tauschbörsen ist und bleibt Tauschticket. Auf den sozialen Netzwerken wie Facebook gibt es ebenfalls Gruppen, die untereinander tauschen. (Mein persönliches Tauschregal findest du hier). In manchen Städten gibt es auch offline Tauschbörsen. Die Termine stehen häufig in den Kleinanzeigen der Zeitungen und finden in den Gemeinschaftshäusern statt.
  • die Kleinanzeigen: hier wirst du für den großen Lesehunger schnell fündig, da häufig ganze Buchpakete angeboten werden. Das lohnt sich vor allem im Bereich der Romane und bei Kinderbüchern.
  • die Secondhandshops: offline wirst du kaum fündig werden, wenn du gezielt ein Buch suchst. Trotzdem lohnt sich oft der Blick in die Bücherecke – vor allem in Kindersecondhandshops. Online ist vor allem bei aktueller Lesekost manchmal etwas Geduld gefragt. Aber durch die Suchfunktionen weißt du schnell Bescheid, ob dein Wunsch erfüllt werden kann.

Nachhaltigkeit im Bücherregal reicht dir nicht?

Falls du nicht nur Papier im Bereich Bücher und Zeitschriften sparen möchtest, empfehle ich dir „Das Zero Waste Nähbuch“ von Manuela Gaßner. Dort findest unter anderem Nähanleitungen für Brötchentüten aus Baumwolle. Unsere Rezension zum Buch findest du hier.

Und falls du deine Ernährungsweise noch nachhaltiger gestalten möchtest, lies dir hier durch, warum Veganismus mehr als Tierwohl ist und helfen kann die Umwelt zu schützen.

Mehr Infos zum Thema Papier und Bücher findest du hier:

  • Nicht nur für Lehrer: die Bildungsmaterialien vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  • Planet Wissen erklärt hier, wie es dazu kam, dass Papier zur Massenware wurde.

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