Saftiger Marmorkuchen – vegan

Marmorkuchen ist ein Klassiker

Kuchen, die ohne Schnickschnack daher kommen, sind immer heiß begehrt. Ob auf Kindergeburtstagen, Basaren für den guten Zweck oder beim Feuerwehrfest, die Klassiker, wie Marmorkuchen, sind am schnellsten vergriffen – fast egal, wer sie gebacken hat. 

Zum Marmorkuchen gibt es übrigens auch eine kleine persönliche Geschichte, die mein Großer immer wieder hören will. Es ist die Geschichte, wie mein Geburtstagskuchen verschwand, als ich ein kleines Mädchen war. Kennst du diese Typen, die morgens in einem Café sitzen, mit einem dicken Buch, einer Tasse Cappuccino und einem (oder eher zwei) Stücken Kuchen vor sich? So einer ist mein Vater. (Diese Tatsache hilft ungemein an dieser Stelle nicht zu streng mit ihm zu werden.)

Mein Vater musste immer sehr früh das Haus verlassen, um mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Er war schon oft vor 6 Uhr morgens aus dem Haus – also bevor ich geweckt wurde und zur Schule musste. So kam ich also an meinem Geburtstag die Treppe runter und wusste, dass ein riesiger Topfkuchen auf mich warten würde. Lecker! Und das erste Stück würde mir gehören, schließlich war ich das Geburtstagskind. Falsch gedacht! Mein Vater hatte sich bereits vor der Arbeit mit einer ordentlichen Portion gestärkt. Damit mir das nicht so auffallen sollte, hat er noch versucht den Kuchen so zu drehen, dass ich es nicht sehe… Doch natürlich sprang mir die Lücke im Gugelhupf als erstes ins Auge. Damals kam mir das fehlende Stück riesig vor. Ich war so empört, dass ich dachte mindestens der halbe Kuchen sei weg! Jetzt weiß ich: der Kuchen muss so köstlich geduftet haben, dass mein Vater nicht mal davor zurückgeschreckt ist, ihn ohne das Geburtstagskind anzuschneiden. 

Und wisst ihr was? Man sagt doch so lapidar Frauen würden in gewisser Weise ihren eigenen Vater heiraten… Ich jedenfalls lege meine Hand nicht dafür ins Feuer, dass Danny morgens dem Geburtstagskuchen unserer Kinder so lange widerstehen kann, bis er abends von der Arbeit kommt. („Wehe!“ höre ich den Großen rufen.)

Saftiger Marmorkuchen (vegan) – das Rezept

200g weiche Butter (vegan) | 200g Zucker | 1 EL Zitronensaft | 300g feines Mehl | 100g Maisstärke | 3 TL Backpulver | 150ml Mandelmilch | 200ml Mineralwasser | 1 EL Kakao + 1 EL Mineralwasser | etwas Butter und Mehl für die Form

Fette zuerst die Gugelhupfform mit etwas veganer Butter ein und bestäube sie dann mit Mehl. (So bleibt später der Teig nicht so sehr haften.)

Rühre die Margarine mit dem Zucker sowie dem Zitronensaft schaumig und füge dann das Sprudelwasser sowie die Mandelmilch hinzu.

Vermische das Mehl mit der Maisstärke sowie dem Backpulver und rühre die Mehlmischung nach und nach zur Zuckermischung. 

Gebe die Hälfte des Teigs portionsweise mit einem Esslöffel in die Form. In die übrige Hälfte gibst du den Kakao sowie das Sprudelwasser und rührst so den Schokoteig an. Gebe den Schokoteig ebenfalls in die Backform. Stich nun alle paar Zentimeter mit einer Gabel durch beide Teigschichten, um ein hübsches Marmormuster zu erzielen. 

Backe den Marmorkuchen für ca. 60 Minuten bei 180° Celsius. Denk an die Stäbchenprobe. 

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Ein Kommentar

  1. Welch eine schöne Erinnerung , habe herzhaft gelacht. Ich weiß noch ganz genau, dass ich damals dachte, iss lieber schon mal ein kleines Stückchen, denn sonst lassen das kleine Erdbeermonster und die anderen kleinen Monster die an solchen Tagen kommen, nur Krümel übrig.
    Aber ich fürchte, mir würde das auch heute noch passieren, vielleicht sogar bei meinen Enkelkindern.
    😚😉

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