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Wandern – eine Liebeserklärung

Als Jugendliche verschlang ich Bücher von Bergsteigern

Du liebst das Wandern genau wie ich? Oder du liebst es eben so gar nicht? Dann lies dir meine Liebeserklärung ans Wandern durch, vielleicht finden wir ja Gemeinsamkeiten!
Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich auf dem platten Land. In Dörfern, bei denen du dich fragst, warum sich eine so kleine Anzahl an Häusern bereits „Dorf“ nennen darf. Und ich werde niemals die verwunderte Frage meiner Komilitonin vergessen, als sie mich in meiner Heimat besuchte: „Haben die Häuser hier Strom?!“ Vielleicht verschlang ich deshalb schon als Jugendliche Bücher, die von Abenteuern in der weiten Welt erzählen. Vor allem die Bücher vom Bergsteiger Hans Kammerlander hatten es mir angetan. Auch wenn ich niemals selbst solche Abenteuer erlebt habe, hat mich alles daran fasziniert. Meinen Urlaub verbrachte ich trotzdem eher am Meer – von Abenteuern in den Bergen also weit und breit keine Spur.

Das Wandern hat mich gefunden – nicht umgekehrt

Erst als Erwachsene, nach reichlichen Umzügen und letztendlich der Nähe zum Harz ging ich endlich wandern. So verdiente ich mir ein paar Stempel der Harzer Wanderndel. Doch so richtig gepackt hatte mich die Wanderei immer noch nicht und so verlor ich dieses Hobby nach und nach aus den Augen.
Ein paar Jahre später habe ich Danny kennen gelernt und ihm zufällig von meinem Stempelheft erzählt. So kam es, dass eins unserer ersten Dates eine Wanderung war. Es sollte eine mir unbekannte Strecke sein, damit ich neue Stempel sammeln konnte. Danny machte sich also an die Planung. Du ahnst sicherlich schon, was jetzt kommt, oder? Ganz genau: kaum waren wir am Ausgangspunkt angekommen, hatte ich schon keine Lust mehr. Der erste Anstieg ging direkt los und war so steil, dass ich mir das vorher nicht zugetraut hätte. Schließlich war ich völlig untrainiert und aus der Übung! Doch der erste Stempel war nur ein paar hundert Meter entfernt… Na gut, also ging es doch los. Oh, was hab ich gemotzt und nebenbei nach Luft gerungen! Die erste Etappe bis zum Stempel war heftig. Ich hab mich gefühlt, als müsste ich eine Häuserwand erklimmen. Genau bis zum Augenblick, wo der Höhepunkt erreicht war. Mein Rücken richtete sich wieder auf, ich wischte mir den Schweiß von der Stirn und mein Blick wanderte von den Füßen nach oben. Was für eine Aussicht! Sofort war ich verliebt – ins Wandern! Nie werde ich dieses Gefühl vergessen – stolz ohne Ende auf diesen Aufstieg und die sofortige Belohnung mit der Aussicht. Das war Glück pur! Das Wandern hatte mich endlich gefunden.

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2 Replies to “Wandern – eine Liebeserklärung”

  1. Oh, ich wandere auch verdammt gerne – leider viel zu selten. Das verschlingt dann ja doch immer fast den ganzen Tag… Dabei haben wir sogar direkt vor der Haustür eine unheimlich tolle Landschaft mit vielen Wanderwegen, die teilweise sogar mit Infotafeln zur Natur und zur Geschichte der Region thematisch aufbereitet sind.
    Nur das mit den Stempeln habe ich hier in der Ecke noch nie gesehen…

    Wo ich deinen Beitrag gerade so lese, juckt es mich wirklich in den Fingern bzw. eher Füßen, direkt loszumarschieren. Praktischerweise habe ich nächste Woche eh Urlaub – da lässt sich doch was machen! Danke für die Inspiration. <3

    Liebe Grüße
    Anne

    • Hallo Anne,
      es freut mich sehr, dass du direkt Lust bekommen hast zu wandern!
      In diesem Jahr steht bei uns noch einmal eine Brockenwanderung an – der Große hat noch einen Gutschein für die Harzerschmalspurbahn. Jedoch für nur eine Strecke. So kann er sich aussuchen, ob wir hoch- oder runterlaufen und die andere Richtung dann fahren.
      Ich drücke dir die Daumen, dass das Wetter in deinem Urlaub mit spielt, so dass du wirklich losziehen kannst!

      Liebe Grüße,
      Natalie

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